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Hygieneschädlinge

Bettwanze (Cimex lectularius)
Ca. 5-8 mm lang, stark abgeplattet,
rotbraun. Larven entwickeln sich aus dem Ei in
5 Stadien zum Vollinsekt. Sie sind dem erwachsenen
Tier in der Form ähnlich, abe rmehr gelbbraun
gefärbt. Nach dem Blutsaugen sind die Tiere stark
verdickt und rot bis schwarz gefärbt. Tagsüber
in Verstecken verborgen, wie z. B. Ritzen in Böden,
Matratzen, hinter elektrischen Leitungsrohren,
Bildern u. a . Erwachsene Tiere können Kälte ertragen
und wochenlang ohne Nahrungsaufnahme leben. Befallen
sind meistens Schlafräume.
Die Wanzen wanderen - auch von entfernt
liegenden Verstecken - zu den schlafenden Menschen
und anderen Warnblütern (Haustiere), um Blut zu
saugen. - Stich des Vollinsektes und der Larven
bevorzugt bei Dunkelheit. Blut wird etwa 5-10
Minuten lang gesaugt. Dabei eingespritztes Speicheldrüsensekret
ist toxisch und ruft bei den meisten Menschen
bis zu 7 Tagen später stark juckende Quaddeln
hervor. Es kommt aber auch zu großflächigen Hautentzündungen,
Störungen de Allgemeinbefindesn und Beeinträchtigung
des Sehvermögens. Bei stärkerem Befall Belästigung
durch ihren widerlichen, süßlichen Geruch im Raum.
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Fiebermücke = Malariamücke (z.
B. Anopheles maculipennis)
Mücke 5-7 mm lang, dunkelbraun.
Eier werden reihen- oder sternförmig auf die Oberfläche
stehender, sauberer Gewässer abgelegt. Überwintern
u. a. in Gebäuden, vorwiegend unter Dächern und
an anderen trockenen Plätzen.
Überträger der Malaria und Fadenwürmer-Erkrankungen.
Übertragung nur in subtropischen und tropischen
Gebieten möglich.
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Filzlaus (Phthirus pubis)
Deutlich kleiner als Kopf- und Kleiderlaus,
gedrungen gebaut, 1-1,5 mm lang, grauweiß gefärbt.
Erstes Beinpaar schlank, nachfolgende Beinpaar
kurz, gedrungen und sehr gekrümmt. Hält sich vorwiegend
an Schamhaaren, seltener an Körper- und Barthaaren
fast nie an Kopfhaaren auf.
Der Stich ruft starken Juckreiz
hervor und lässt bläuliche bis graue Flecken entstehen.
In der Unterwäsche zeigen sich kleine blutige
Punkte.
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Fleischfliege, Blaue = Schmeißfliege
(Calliphora erythrocephala)
Fliege 10-14 mm lang, stark beborstet,
vorwiegend schwarz, bläuliche Längsstreifen auf
der Brust. Hinterleib dunkelblau glänzend. Über
1000 Eier werden in einzelnen Haufen an Nährsubstrat
abgelegt. Weiße Maden schlüpfen oft schon am selben
Tag.
Schaden wie bei Grauer Fleischfliege.
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Fleischfliege, Graue (Sarcophaga
carnaria)
Fliege 10-16 mm lang, schlank. Brust
hellgrau mit 3 dunklen Längsstreifen. Hinterleib
schachbrettartig hell- und dunkelgrau gefleckt.
Bringt an Tierkadavern im Freiland lebende weißliche
Larven zur Welt.
Beleckt eiweißreiche Lebensmittel,
wie Fleisch, Käse, Fisch, im Freiland auch Tierkadaver.
Durch den abwechselnden Aufenthalt auf Aas und
Lebensmitteln ist diese Fliege nicht nur unappetitlich,
sondern sie überträgt auch gesundheitsschädliche
Keime und verschmutzt Nahrungsmittel.
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Grasmilbe (Bryobia graminum)
Lebt an Gräsern und Sträuchern im
Freiland. Massenauftreten bei warmer, trockener
Witterung im Spätsommer und Herbst. Die rötlich
gefärbten Tiere wandern vor allem dort, wo Rasenflächen
an Gebäude angrenzen, in großen Mengen in Wohnungen
ein.
Befallen Menschen und Tiere. Verursachen
Juckreiz, Hautekzeme, Allergien.
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Hausmilbe (Clycyphagus domesticus)
Ca. 0,5 mm große, weißliche, 8 beinige
Tiere. Sie sind nur bei stärkerer Vergrößerung
zu erkennen. Zu einer Massenvermehrung kommt es
nur in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit, in denen
auch Schimmelbildung auftritt.
Überziehen Wände und Polstermöbel
in Wohnungen und Lagerräumen wie mit einem staubartigen,
schmutzigweißen Belag. Hausmilben-Befall kann
bei empfindlichen Personen zu Asthma und Hauterkrankungen
hervorrufen.
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Hausmücke (z. B. Culex pipiens)
Mücken 5-6 mm lang, bräunlichgrau,
Hinterleib mit hellen Querbändern. Hausmücken
legen ihre Eier, als schwimmende Schiffchen zusammengeklebt,
auf Wasseroberflächen ab. Brutstätten sind Wasseransammlungen
aller Art, wie z. B. Gräben, Teiche, tote Flussarme,
Jauchegruben, Pfützen, Regentonnen, verstopfte
Dachrinnen, Sickerschächte, alte Autoreifen, regenwassergefüllte
Konservendosen und Flaschen. Befruchtete Weibchen
überwintern gern in Kellern und an anderen geschützten,
feuchten Orten.
Überträger der Hirnhautentzündung
und von Fadenwürmer-Erkrankungen.
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Hausratte (Rattus rattus)
Ratte bis 21 cm lang, Schwanzlänge
bis 24 cm. Schnauze spitzer als bei Wanderratte.
Oberseite graubraun bis schwarz. Zwei Würfe pro
Jahr mit 6-8 Jungen. Auftreten mehr in trockenen
(Dachböden) und warmen Räumen (Schiffe, Ställe).
Nimmt ausschließlich pflanzliche
Nahrung zu sich. Nagetätigkeit an Verpackung-
und Baumaterial. Schäden auch in Feldbeständen,
z B. Mais. Nimmt auch in tierische Nahrung zu
sich; kleine Haustiere können angefallen und getötet
werden. Übertragen direkt oder indirekt viele
gefürchtete Krankheiten auf Mensch und Vieh, z.
B. Thyphus, Cholera, Ruhr, Pest, Tuberkulose,
Trichinose, Maul- und Klauenseuche u. a.
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Hausstaubmilben
Was sind Allergien?
Als Allergie bezeichnen die Mediziner
eine überschießende Reaktion des Immunsystems
auf bestimmte organische oder anorganische Substanzen.
Der Mechanismus ist vergleichbar mit der Reaktion
des Immunsystems auf schädliche Organismen wie
z. B. Viren, Bakterien oder Keime. Aus Gründen,
die den Forschern bisher noch unbekannt sind,
reagiert das Immunsystem eines Allergikers jedoch
auf Substanzen, die für den Körper normalerweise
völlig harmlos sind: Blütenpollen, Schmimelpilzsporen,
bestimmte Eiweiße oder z. B. Hausstaubmilben-Exkremente.
Die über die Atmungs- oder Verdauungsorgane aufgenommene
Substanzen (Allergene) bewirken, dass bestimmte
Zellen, die sich besonders zahlreich in den Schleimhäuten,
aber auch in der Haut befinden (Mastzellen), Histamin
ausstoßen. Dieser Abwehrstoff bewirkt, dass Schleimhäute
anschwellen, Sekret absondern oder dass sich Ekzeme
auf der Haut bilden. Die Folgen: Husten, Schnupfen,
gerötete, geschwollene Augen, Hautjucken, ja sogar
Asthma - Anfälle und Atemnot. Diese Symptome treten
immer dann auf, wenn der Patient mit "seinen"
Allergenen in Kontakt kommt. Daher ist eine wirksame
Therapie, die Allergene zu entfernen. Wie dies
im Falle einer Hausstaubmilbenallergie geschehen
kann, erläutern Ihnen die folgenden Seiten.
Unliebsame "Untermieter"
Experten vermuten, dass in der Bundesrepublik
Deutschland zwischen 4 und 6 Millionen Patienten
an einer Hausstaubmilben-Allergie beziehungsweise
an Milbenasthma leiden. Im Gegensatz zur Pollenallergie
bestehen die Beschwerden ganzjährig mehr oder
minder stark, weil die Allergene den wichtigsten
Teil des Hausstaubes bilden. Wissenschaftlern
ist es gelungen, ein Präparat zu entwickeln, mit
dem Hausstaubmilben gezielt und nahezu vollständig
vernichtet werden können. Hausstaubmilben sind
winzige Mitbewohner in fast jedem Haushalt. Sie
übertragen keine Krankheiten und bleiben normalerweise
unentdeckt, wenn nicht ein Familienmitglied allergisch
auf diese Spinnentiere reagiert.
Wo leben Hausstaubmilben?
Die heimlichen Krankmacher finden
sich in fast allen textilen Einrichtungsgegenständen.
Ihre Lieblingsplätze sind Matratzen, Polstermöbel,
Teppichböden sowie Kissen und Kuscheltiere. Den
Löwenanteil ihrer Nahrung liefert der Mensch selbst
mit seinen Hautschuppen. Täglich stößt ein Erwachsener
etwa eineinhalb Gramm davon ab, genug für etwa
eine Million Milben. Auch nach regelmäßigem Staubsaugen
können sich in Teppichen noch 1000 bis 10.000
Milben pro Quadratmeter befinden. Diese auf den
ersten Blick sehr hohe Menge hat aber nichts mit
Unsauberkeit zu tun, sondern ist durchaus natürlich.
Denn Milben gehören zum Ökosystem des Haushalts
ebenso wie der Hausstaub. Gefährlich sind sie
nur für Personen, die besonders anfällig sind.
Die Gründe für die allergische Anfälligkeit bestimmter
Personen sind noch nicht bekannt. Man weiß jedoch,
daß das Immunsystem des Hausstaubmilbenallergikers
auf bestimmte Proteine (Eiweiße) des Milbenkotes
übersteigert reagiert. Der Patient leidet im Gegensatz
z. B. zum Pollenallergiker mehr oder weniger ganzjährig
unter seinen Symptomen.
Steckbrief der Hausstaubmilben
Die Hausstaubmilben sind mit dem
bloßem Auge nicht zu erkennen, denn in voller
Größe messen sie ganze 0,1 bis 0,5 Millimeter.
Klein und lichtscheu entwickeln sie sich in Lebensräumen
mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65 bis
80 Prozent und mäßiger Temperatur (20-30 °C),
wie sie etwa in den tiefen Schichten des Teppichflors
oder in Polstern zu finden sind. Mit Beginn der
warmen und feuchten Witterung im Frühsommer vermehren
sich diese Tierchen. Die höchsten Zahlen finden
sich n den Hochsommer und ersten Herbstmonaten.
Parallel zu dieser Entwicklung verstärken sich
die allergischen Beschwerden der "Milbenpatienten".
Warum die Beschwerden im Herbst
am stärksten sind
Obwohl die meisten Hausstaubmilben
mit Beginn der Heizperiode durch die niedrige
Luftfeuchtigkeit absterben, erreichen die allergischen
Beschwerden dann ihren Höhepunkt, weil sich jetzt
die maximale Menge von Exkrementen (Kot) angesammelt
hat. Eine Milbe produziert im Laufe ihres zwei
bis vier Monate langen Lebens etwa das zweihundertfache
ihres Gewichts an Exkrementen. Zu Anfang noch
von einer Schleimschicht fest zusammengehalten,
zerfallen die Kotbällchen im Laufe der Zeit in
sehr kleine Teilchen, die sich mit dem Hausstaub
verbinden. Dieser allergenhaltige Staub kann aufgewirbelt
und mit der Atemluft inhaliert werden. Das Krankheitsbild
der Hausstaubmilben-Allergie zeigt sich in Beschwerden,
die sich beim gleichen Patienten und von Patient
und Patient verschiedenartig offenbaren können.
In milderen Fällen leiden die Betroffenen unter
Augentränen, laufender Nase, Niesanfällen und
Husten, in schwerwiegenden unter milbenbedingtem
Asthma.
Schach den Hausstaubmilben
Will man die Ursache der Beschwerden
beseitigen, müssen die Milben und ihre Exkremente
vollständig entfernt werden. Durch gründliches
Staubsaugen mit Hochleistungsgeräten ist dem Problem
allerdings nicht beizukommen. Nach Untersuchungen
der Universität Utrecht ist der Staubsauger machtlos.
Selbst bei sorgfältigem Vorgehen bleiben unter
Haushaltsbedingungen noch etwa 90 bis 95 Prozent
der Milben und ihrer Exkremente in der Tiefe von
Polstern, Matratzen und Teppichen. Bei trockener
Luft und beim Staubsaugen mit den üblichen Geräten
verteilen sich die Allergene als Feinstaub in
der Atemluft.
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Hornisse (Vespa crabro)
Mit 20-35 mm weit größer als Wespen;
Zeichnung dunkelbraun bis gelb. Nest meist in
hohlen Bäumen, gelegentlich auch in Dachstühlen.
Sonst wie Wespen
Stiche, die schon auf Grund der
Giftdosis meist gefährlicher sind als Wespenstiche.
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Hühnermilbe = Vogelmilbe (Dermanyssus
gallinae)
Ca. 0,7 mm lang, gelblich bis bräunlich gefärbt,
nach dem Saugen von Vogelblut rot bis schwarz.
Siedelt sich in Geflügelställen an. Als Schlupfwinkel
dienen Legenester sowie Risse, Fugen und Ritzen
in Stalldecken und Wänden. Hühnermilben können
bis zu drei Monate hungern.
Saugen nachts Blut; an den Stichstellen
kommt es zu Entzündungen und lang anhaltendem
Juckreiz. Aufzucht, Mast- und Legeleistung werden
beeinträchtigt. Die Milben übertragen Geflügelcholera
und Geflügelpest. Bei längerem Nahrungsmangel
dringen sie auch in Wohnungen ein und plagen die
Menschen.
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Hundefloh (Ctenocephalides canis)
1,5-3 mm lang, braun bis rotbraun, Kopf kurz.
Hält sich in oder in der Nähe der Lagerstätten
von Hunden auf; kann auch vorübergehend auf den
Menschen übergehen. . Larven fadenförmig, beinlos,
ca. 5 mm lang. Generationsdauer 4-6 Wochen. Flöhe
können wochenlang hungern. Brutstätten sind vor
allem Staub und Kehrichtansammlungen u. ä. in
Ritzen, Fugen, Ecken usw. Die Larven ernähren
sich von organischen Abfällen.
Der Floh verursacht schmerzhafte
Stiche an Mensch, Katze und Hund und saugt deren
Blut. Sticht oft mehrmals hintereinander, um sich
vollzusaugen. Der Juckreiz hält tagelang an. Es
kommt zur Bildung von Quaddeln und Papeln. Überträger
von Bandwürmern.
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Junge Ratte (Wurf)
Starke Vermehrungsfähigkeit, bis 7 Würfe pro Jahr
mit jeweils 5-8 Jungen. Jungtiere sind schon im
Alter von 3 Monaten geschlechtsreif. Die Wanderratten
leben meist in Großfamilien oder Rudeln zusammen.
Fremde Ratten, die in ein Rudelrevier gelangen,
werden angegriffen und oft getötet. Auftreten
im Freiland, überall in Siedlungsnähe, bevorzugt
die unteren Räume der Gebäude (Ställe, Vorratsläger,
Keller). Wandert im Herbst gern vom Freiland in
Gebäude ein.
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Kanalratten
Ratten beherrschen die Kunst des
Überlebens perfekt - wie kein anderes Tier. Sie
sind vorsichtig, intelligent und überaus anpassungsfähig.
Als einzige haben Ratten das Biotop "Kanalisation"
okkupiert. Es bietet Schutz vor Verfolgung und
erlaubt Ortswechsel auf kürzestem Weg. Name: Rattus
norvegicus - die Wanderratte. Ihre Bekämpfung
im Kanalnetz erfordert spezielle Kenntnisse und
Produkte.
Sex-Rekord Eine Ratte wird etwa
3 Jahre alt. Schon mit 3 Monaten macht sie Sex
und 3 Wochen später sind Junge da. Das geschieht
etwa sechsmal im Jahr. Wenn alles gut geht, wächst
die Verwandtschaft nur eines Rattenpaares schon
im ersten Jahr auf etwa 1000 Tiere.
Expansionsstreben. Ratten vermehren sich also
stark. Sie brauchen ausreichend Lebensraum. Ein
zunehmender Bestand hat das Besteben, sich auszubreiten
- horizontal, aber auch vertikal. Der Konzentrationsausgleich
bewirkt, dass die durch Bekämpfungen befallsfrei
oder befallsarm gewordenen Areale erneut besetzt
werden, und zwar um so rascher, je kleiner das
Areal war. Nach einer 90%igen Tilgung kann die
Population in 6 Monaten wieder auf dem alten Stand
sein, bei 50%iger Tilgung schon nach 3 Monaten.

Der Weg nach oben
zwischen oberirdischem und unterirdischem Befall
gibt es klare Zusammenhänge bzw. Verbindungen.
"Grenzübergänge" sind schadhafte Sielleitungen
und Hausanschlüsse, Regenfallrohre, Rostkästen
bzw. Bodenabläufe, Belüftungsgitter, WC-Schüsseln(!),
Abläufe in Rinnsteinen, Notauslässe in die Vorfluter
und die Überläufe bzw. Überfallschwellen bei Trennsystemen.
Wühllöcher im Erdreich und Austrittslöcher in
Kellern sind oft Hinweise auf Sielschäden. Sie
können mit Rauchproben oder Farbwasserprüfungen
nachgewiesen werden und sollten, wenn eben möglich,
durch Hausbesitzer oder das Kanalamt beseitigt
werden.
Pendelverkehr. Das Befall über und
unter der Erde kommuniziert, wird oft aus der
identischen Lage der Befallsschwerpunkte klar.
Unter Marktplätzen, Schlachtereien, Restaurants,
Hotels, Krankenhäusern und anderen Großküchenbetrieben
als Abfall-Lieferanten ist sehr häufig auch das
Abwassernetz befallen. Bekämpfungen hier führen
zum Verschwinden der oberirdischen Ratten. Neben
Ratten, die oberirdisch hausen und unterirdisch
fressen - oder umgekehrt - gibt es auch solche,
die zeitlebens im Abwassernetz bleiben, wo übrigens
die Voraussetzungen für eine besonders rasche
Vermehrung gegeben sind. Überstauungen bei Katastrophenregen
töten immer nur einen kleinen Teil der Population.
Lückenlos. Nur oberirdisch Ratten
zu bekämpfen, kann nicht zu langfristigen Erfolgen
führen. Bei einer großräumigen Tilgunsaktion ist
das Kanalnetz unbedingt einzubeziehen, besonders,
wenn Gewährleistungen vertraglich vereinbart werden.
Der Nachschub aus dem Rattenreservoir "Kanalnetz"
- muss unterbunden werden.
Dranbleiben. Von vielen versuchten Bekämpfungsmethoden
hat sich das Köderverfahren am besten bewährt
und durchgesetzt. Um Arbeitskosten zu sparen,
sollten grundsätzlich bei jeder routinemäßigen
Kontrolle und Beseitigung von abgesetzten Sinkstoffen
auch Köfer ausgelegt werden. Abgesehen von dieser
laufenden Bekämpfung sind pro Jahr zwei Großaktionen
angebracht, am besten in den sturzregenarmen Monaten,
d. h. im Februar/März und im Spätherbst. Nach
dem heutigen Wissensstand sind diese Maßnahmen
geeignet, den Befall auf minimalem Niveau zu halten.
Restlose Tilgungen gelingen nur selten.
Notfalls nacheinander. Kann nur ein Teil des Kanalnetzes
auf einmal behandelt werden, dann sollten wenigstens
in sich geschlossene Sielbezirke oder das komplette
Einzugsgebiet eines großen Sammlers mit Ködern
belegt werden. Lagepläne bei den Kanalämtern geben
genauen Aufschluß.
Signale. Ob ein Kanal befallen ist,
lässt sich bei begehbaren Hauptsammlern ziemlich
leicht feststellen (angefressene Abfälle oder
Köder; frischer, glänzender Kot auf den Banketten).
Viel kritischer sind aber die kleinen Seitenkanäle.
Hier führen nur Probeauslegungen zum Ziel. Bei
geringer Populationsdichte ist immer nur ein Teil
des Abwassernetzes befallen, wobei die Lage der
Befallsstellen ziemlich konstant bleibt.
Mischsystem. Trennsystem.
Beim "Mischsystem" wohnen
die Ratten häufig in toten, trockenliegenden Leitungen
(speziell Hausanschlüsse) und beim "Trennsystem"
in den meist trockenliegenden Regenrohren, von
wo aus via "Überlauf" der Schmutzwasserkanal
zur Nahrungsaufnahme besucht wird.

Aktionsradius. Die Frage nach dem
Aktionsradius der Ratten lässt sich nur ungefähr
beantworten. Er hängt eng mit der Entfernung zwischen
trockener Aufenthaltsmöglichkeit (Nistplatz) und
Futterquelle zusammen. Bei Kontrollversuchen fand
man Entfernungen von fünfzig bis zu einigen hundert
Metern nach beiden Seiten. Die kürzeren Entfernungen
sind häufiger. Entsprechend schwer ist es, genaue
Angaben über die Zahl der Köderstellen und den
Köderbedarf zu machen.
Köder platzieren. Bei der Bekämpfung
geht man sicher, wenn jeder Revisionsschacht an
einer Zusammenführung oder Kreuzung mit Köder
belegt wird und jeder zweite Schacht bei geraden
Strecken (Abstand also jeweils ca. 100 m). Auf
die Lage der Überläufe und der oberirdischen befallsgefährdeten
Objekte ist unbedingt zu achten.
Die Einstiegsschächte sind je nach
Befallsstärke am besten mit 2-4 Contrax-D-Blocks
zu belegen. Die Blockköder werden mit dem beigefügten
Draht bzw. mit einem Verlängerungsdraht so am
Tritteisen befestigt, dass der Contrax-D-Block
etwa 5 cm über der Sohle schwebt. Man kann auch
"Flöße" mit Contrax-D-Blocks beladen
und durch Anbinden gegen Wegschwemmen sichern.
Vor Feuchtigkeit schützen. Auch bei guter Haltbarkeit
sind Köder so gut wie möglich vor Nässe und Feuchtigkeit
zu schützen! Dabei ist auch an das vom Schachtdeckel
herabtropfende, unten verspritzende Wasser zu
denken. Plastikschalen schützen aufliegende Blöcke
gegen Durchfeuchten von unten.
Haltbarkeit entscheidet. Entscheidender als der
Preis ist bei Ködern für Kanäle Attraktivität
und Haltbarkeit! Denn oft werden Köder erst nach
mehreren Tagen aufgefunden oder von den misstrauischen
Nagern angenommen. Normale Köder zur oberirdischen
Rattenbekämpfung sind im Abwassernetz nicht geeignet,
weil sie in der feuchtwarmen Luft schon sehr bald
schimmeln und dann nicht mehr angenommen werden.
Das trifft auch für manche Block-Köder zu, die
unter Einwirkung von Feuchtigkeit aufquellen und
zerfallen können. Im Zweifelsfall sollte die Haltbarkeit
i Vergleichsversuchen ermittelt werden.
Erfolgskontrolle. Da Ratten fast ausnahmslos in
ihren Verstecken verenden, erlaubt die Zahl der
toten, am Rechen angeschwemmten Ratten keine Erfolgsbeurteilung.
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Kleiderlaus (Pediculus humanus
corporis)
Ca. 3-4 mm groß, länglich, schmutzig-weiß
bis gelblichbraun gefärbt. 150-300 Eier (Nissen)
werden an Gewebefasern von Kleidung angelegt.
Gesamtentwicklung vom Ei über Larvenstadien zum
erwachsenen Tier bei günstigen Bedingungen 2-3
Wochen. Hält sich bevorzugt auf der Innenseite
der Unterkleidung, in deren Nähten und Falten,
gelegentlich auch an Körperhaaren, in Betten und
Umgebung auf.
Der Stich der Larven und Vollinsekten
ruft mehr oder minder starken Juckreiz hervor.
Auf der Haut bilden sich Quaddeln oder Papeln,
auch Ekzeme und eitrige Geschwüre. Ist ein gefährlicher
Krankheitsüberträger: Fleckthyphus, Fünftagefieber,
Läuserückfallfieber u. a.
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Kopflaus (Pediculus humanus capitis)
In Form und Farbe der Kleiderlaus sehr ähnlich,
aber nur 2-3 mm groß. Bevorzugter Aufenthaltsort
ist das Kopfhaar, hauptsächlich in der Ohrengegend
und im Nacken. Kittet bis zu ca. 130 Eier (Nissen)
an den Haaren intensiv fest, die auch durch Waschen
nicht zu entfernen sind. Stärkerer Befall führt,
durch Kratzwunden begünstigt, zu einer dicken
Borke, die sich aus Larvenhäuten, Kopfschuppen,
geronenem Blut und Läusekot bildet. Mit dem Wachstum
hebt sich die Borke ab und wird von den Läusen
unterwandert. Es entsteht eine Stockwerkborke.
Diese kann zu knotigen Verfilzungen der Haare
führen, dem Weichselzopf. Als Krankheitsüberträger
ist die Kopflaus von geringerer Bedeutung als
die Kleiderlaus.
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Kriebelmücke (Simulium sp.)
Kleine, gedrungene Mücke, ca. 1-1,3
mm lang, mit auffallend breiten glashellen Flügeln
und verdickten Beinen. Sind nur im Freien anzutreffen,
vorwiegend an Gewässern. Eiablage erfolgt unter
Wasser. Larvenentwicklung in fließenden Gewässern
an Steinen und Pflanzen. Zahlreiche verschiedene
Arten; treten oft in Massen auf.
Nur die Weibchen stechen. Juckreiz
anfangs sehr stark. Bei Massenauftreten starke
Belästigung der Tiere und Menschen im Freien.
Überträger von Blutparasiten des Geflügels und
verschiedener Wurmkrankheiten.
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Menschenfloh (Pulex irritans)
2-4 mm lang, dunkelbraun bis schwarz,
seitlich zusammengedrückter Körper, starke Sprungbeine.
Bis zu 400 Eier werden wahlweise in der Umgebung
der Wirte abgelegt. Larven fadenförmig, beinlos,
ca. 5 mm lang. Generationsdauer 4-6 Wochen. Flöhe
können wochenlang hungern. Brutstätten sind vor
allem Staub und Kehrichtansammlungen u. ä. in
Ritzen, Fugen, Ecken usw. Die Larven ernähren
sich von organischen Abfällen.
Der Floh verursacht schmerzhafte
Stiche an Mensch, Katze und Hund und saugt deren
Blut. Sticht oft mehrmals hintereinander, um sich
vollzusaugen. Der Juckreiz hält tagelang an. Es
kommt zur Bildung von Quaddeln und Papeln. Überträger
von Bandwürmern.
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Möbel- oder Braunbandschabe (Supella
supellectilium)
Größe 10-15 mm, hellkastanienbraun bis dunkelbraun
mit 2 helleren Querstreifen auf den Flügeldecken.
Männchen lang-, Weibchen kurzflügelig. Eipaket
wird sofort nach Fertigstellung abgelegt und in
Ritzen von Möbeln usw. festgekittet. Diese Schabenart
vermag auch an senkrechten Wänden und überhängenden
Decken entlang zu laufen. Sie sind Allesfresser
und gehen auch an organisches Material aller Art,
wie z. b. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte weiche,
auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am
liebsten aufgenommen. Schaden durch Verunreinigung
und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen,
wie z. b. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose;
auch Zwischenwirt von Fadenwürmern. Mitverantwortlich
für den Hospitalismus in Krankenhäusern.
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Pharaoameise (Monomoriumn pharaonis)
Arbeiterin nur 2-2,5 mm, bernsteingelb,
Hinterleibsspitze dunkel. Sehr wärmeliebend, kommt
daher nur in gut geheizten Gebäuden vor. Nester
mit Geschlechtstieren meist versteckt z. B. im
Mauerwerk, unter Umständen in größerer Entfernung
vom Fraßort.
Fraß an eiweißreichen oder süßen
Lebensmitteln bzw. organischen Abfällen. In Krankenhäusern
besteht die Gefahr, dass sie Krankheitskeime aller
Art verbreitet, da sie infolge ihrer geringen
Größe überall hingelangt und mit Vorliebe auch
an gebrauchtes Verbandsmaterial herangeht. Gefürchtet
ist sie auch in Großküchen, Bäckereien, Süßwarenbetrieben,
Hallenbädern u. a.
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Rattenfloh = Pestfloh ( Xenopsylla
oheopsis)
Männchen 1,4-2
mm , Weibchen 1,9-2,7 mm lang. Kann von Ratten
auch auf den Menschen übergehen und neben anderen
Floh-Arten die gefährliche Pest übertragen.
Heute noch in einigen tropischen
Ländern Überträger der Pestkrankheit. Der Floh
verursacht schmerzhafte Stiche an Mensch, Katze
und Hund und saugt deren Blut. Sticht oft mehrmals
hintereinander, um sich vollzusaugen. Der Juckreiz
hält tagelang an. Es kommt zur Bildung von Quaddeln
und Papeln. Überträger von Bandwürmern.
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Regenbremse (Chrysozona pluvialis)
Fliege 8-11 mm lang, mit gerade
vorstehenden Fühlern. Hinterleib fast schwarz
mit weißlichen Seitenflecken. Die grauen Flügel
sind marmoriert. Die Regenbremsen halten sich
nur im Freien auf.
Stich verursacht starken Juckreiz.
Blutung meist noch nach Quaddelbildung. Überträger
von Milzbrand, der infektiösen Anämie der Pferde
und der Weil´schen Krankheit.
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Schabe, Amerikanische (Periplaneta
americana)
26-38 mm groß, rotbraun, Halsschild
rotgelb mit 2 dunkelbraunen Flecken. Beide Geschlechter
voll geflügelt. Eipakete werden nur einige Stunden
bis 6 Tage umhergetragen, dann in Ecken und Ritzen
festgeklebt und mit Holzspänen, Papierstückchen
u. a. zugedeckt und getarnt. Larven schlüpfen
nach 1-2 Monaten. Gesamtentwicklungsdauer der
Schabe ca. 1 Jahr. Von allen Schabenarten liebt
sie Wärme am meisten.
Gleiche Schaden wie Deutsche.
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Schabe, Deutsche = Hausschabe
(Blattella germanica)
Ca. 13 mm groß gelbbraun mit 2 dunkelbraunen
Längsstreifen auf dem Halsschild. Beide Geschlechter
geflügelt, fliegen aber nicht. Eipaket mit 20-40
Eiern wird vom Weibchen ca. 4-5 Wochen herumgetragen
und dann wahllos abgelegt. Kurz darauf schlüpfen
die dunkelbraun gefärbten Junglarven. Gesamte
Entwicklungsdauer 2-3 Monate. Liebt wie alle Schwabenarten
dunkle, feuchte Verstecke und wird daher häufig
lange Zeit nicht bemerkt. Geht nur nachts, wie
alle Schabenarten, auf Nahrungssuche. Tiere können
längere Zeit hungern. Die Ei-Pakete sind wegen
ihrer Chitin-Hülle sehr widerstandsfähig, auch
gegenüber Bekämpfungsmitteln.
Sie sind Allesfresser und gehen
auch an organisches Material aller Art, wie z.
b. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte weiche, auch
faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten
aufgenommen. Schaden durch Verunreinigung und
Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen,
wie z. b. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose;
auch Zwischenwirt von Fadenwürmern. Mitverantwortlich
für den Hospitalismus in Krankenhäusern.
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Schabe, Orientalische (Blatta
orientalis)
Auch Küchenschabe, Bäcker- bzw.
Brotschabe oder Kakerlake genannt. 20-28 mm groß.
Männchen kastanienbraun, Flügel etwas kürzer als
der Hinterleib. Weibchen fast schwarz, besitzt
nur Flügelstummel. Eipaket mit etwa 16 Eiern wird
schon nach 2-5 Tagen wahllos abgelegt. Larven
schlüpfen erst nach 2-3 Monaten. Entwicklung bei
hohen Temperaturen nach 22 Wochen abgeschlossen,
normalerweise erst nach 1 Jahr. Sonst wie Deutsche
Schabe, aber wärmeliebender.
Verbreitet einen süßlichen, widerlichen
Geruch. Sie sind Allesfresser und gehen auch an
organisches Material aller Art, wie z. b. Gewebe,
Leder und Papier. Feuchte weiche, auch faulende
Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen.
Schaden durch Verunreinigung und Verbreitung von
Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z. b.
Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose; auch Zwischenwirt
von Fadenwürmern. Mitverantwortlich für den Hospitalismus
in Krankenhäusern.
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Stechfliege, Gemeine oder Wadenstecher
(Stomoxys calcitrans)
Fliege 6-7 mm lang, Hinterleib mit
bräunlichem Anflug, Stechrüssel zugespitzt und
deutlich den Kopf überragend. In Ruhestellung
sind Flügel auseinandergespreizt, die Innenränder
überschneiden sich kaum. Vermehrung und Entwicklung
ähnlich wie bei der Großen Stubenfliege. Brutstätten
vorwiegend Mistplätze u. a. faulendes organisches
Material. Hauptauftreten im Spätsommer und Herbst;
in Schuppen, Ställen und Wohnräumen.
Beide Geschlechter saugen Blut und
verursachen beim Menschen schmerzhafte Stiche.
Quälgeister der Haustiere. Milch- und Mastleistungen
gehen zurück. Übertragen außerdem gefährliche
Krankheitskeime, z. B. Milzbrand, infektiöse Anämie,
Ruhr, und sind Zwischenwirte verschiedener Geflügelbandwürmer.
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Stechmücken-Larven
Alle Stechmücken
gemeinsam ist, dass sich ihre Jugendstadien als
Mückenlarven in meist stehendem, unbewegtem und
flachen Wasser entwickeln. In Deutschland kommen
ca. 40 verschiedene Stechmücken-Arten vor. Alle
haben gemeinsame Merkmale bezüglich ihrer Lebensweise;
Mücken fliegen vom Frühjahr bis zum Herbst. Tagsüber
halten sie sich meist an schattigen, feuchten
Orten (in Hecken oder Gehölzstreifen) versteckt.
In der Dämmerung und nachts - an feuchtwarmen
Tagen schon nachmittags - fliegen diese Insekten.
Die Weibchen stechen und nehmen mit dem Stechrüssel
Blut auf. Männchen stechen nicht.
Stechmücken quälen durch ihre Stiche
alle Warmblüter. Die Stiche sind mit schnell sich
ausdehnender Hautschwellung und rasch nachfolgendem
Juckreiz verbunden. Menschen werden sowohl im
Freien als auch in Häusern - vor allem während
des Schlafens - befallen. Auch in Ställen finden
sich Stechmücken in großer Zahl ein. Bestimmte
Arten übertragen Krankheitserreger, wie z. B.
Malaria, Gelbfieber, Weil´sche Krankheit, Geflügelpocken,
Hirnhautentzündungen und durch Fadenwürmer verursachte
Erkrankungen.
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Stubenfliege, Große oder Gemeine
(Musca domestica)
Stubenfliege, Große oder Gemeine
(Musca domestica) Fliege schwarz, 7-8 mm lang.
Der Saug- bzw. Leckrüssel ist nach unten gerichtet
und endet in dem gut erkennbaren Saugkissen. Die
Innenränder der Flügel überschneiden sich in Ruhestellung.
Legt bis zu 2000 Eier vorwiegend in Mist, Fäkalien,
Komposthaufen und Müllplätzen ab, d. h. überall
dort, wo sich organische Substanz zersetzt. Die
Entwicklung verläuft über verschiedene Larven-Stadien
(weiße, beinlose, bis zu 6-12 mm große Maden)
und Puppe zur erwachsenen Fliege. Entwicklungsdauer:
2 Wochen im Hochsommer, sonst 3-4 Wochen.
Menschen und Haustiere werden beunruhigt und belästigt.
Hat eine Vorliebe für menschliche und tierische
Körperausscheidungen (Schweiß, Kot, eiternde Wunden).
Überträgt Infektionskrankheiten, wie z. B. Ruhr,
Thyphus, Cholerea, Salmonellosen, Kinderlähmung,
Maul- und Klauenseuche u. a. Wohnungseinrichtungen
und Lebensmittel aller Art werden verschmutzt
und unter Umständen mit Krankheitserregern verseucht.
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Taubenzecke = Saumzecke (Argas
reflexus)
4-5 mm lang, 8 Beine, Körper flach
eiförmig. Körperseiten muldenförmig nach oben
umgebogen. Vollgesogen bis 12 mm lang. Zecken,
auch deren Larven und Nymphen, wandern aktiv zu
den Wirtstieren. Sind zu mehrjährigem Hungern
befähigt. Halten sich vorwiegend in Taubenschlägen,
aber auch in Ställen andere Geflügel-Arten auf.
Saugen Blut vor allem von Jungtauben,
Hühnern und Enten, die bei starkem Befall eingehen
können. Überträger von Geflügelspirochätose. Taubenzecken
wandern bei Mangel an geflügeltem Wirtstieren
oft erst nach längerer Zeit in benachbarte Wohnungen
ein und befallen Menschen. Verursachen dann starke
Entzündungen und schlecht heilende Wunden. Befall
auch an Säugern möglich.
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Wald- und Wiesenmücke (Aedes
sp.)
5 mm lang, graubraun. Eier werden
vor dem Winter im späteren Hochwasserbereich auf
trockenes Land abgelegt. Schon ab Februar/März
schlüpfen die Larven, sobald sich mit steigendem
Wasser Pfützen und Tümpel bilden. Die Überwinterung
erfolgt niemals im Larvenstadium. Sehr starke
Massenvermehrungen oft im Stromgebiet größerer
Flüsse. Gehören zu den stechfreudigsten Mücken-Arten
und sind für den Menschen sehr lästig und quälend.
Überträger des Gelbfiebers, Dengue-Fiebers,
der Hirnhautentzündung und von Filarien in den
Tropen und Subtropen.
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Waldzecke = Holzbock (ixodes
ricinus)
2-4 mm , vollgesogen bis 12 mm lang;
8 Beine Kopf, Brust und Hinterleib der Mannchen
mit einem gro?en Schild bedeckt. Weibchen kleines
Schild. Lederhautiger Korper. Larven lassen sich
von Grasern, Strauchern usw. auf Wirtstiere fallen,
saugen sich fest und bleiben bis sie vollgesogen
sind auf ihnen sitzen.
Saugen Blut an Reptilien, Vogeln,
Saugetieren und Menschen. Der Einstich ist kaum
spurbar; durch das Saugen kommt es zu Schwellungen,
verbunden mit starkem Juckreiz. Ubertrager der
Zeckenencephalitis.
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Wanderratte (Rattus norvegicus)
Korperlange bis 25 cm, Schwanz schuppig
und geringelt bis 22 cm lang. Oberseite des Felles
graubraun bis rotlichbraun gefarbt. Der Bauch
ist hellgrau bis wei?lich. Die Gliedma?en sind
kurz und die Vorder- und Hinterpfoten nackt und
rosafarben. Die Ratten besitzen wie alle Nagetiere
im Oberkiefer und Unterkiefer je zwei als Nagezahne
ausgebildete Schneidzahne. Diese sind kraftig,
mei?elartig und tief im Kiefer verankert; sie
mussen standig benutzt werden, da sie sonst weiterwachsen.
Verschmutzung und Fra? der Nahrungs-
und Futtermittel aller Art, auch verdorbener und
faulender Substanzen. Daher haufig auf Mullplatzen.
Nagetatigkeit an Verpackung- und Baumaterial.
Schaden auch in Feldbestanden, z B. Mais. Nimmt
auch in tierische Nahrung zu sich; kleine Haustiere
konnen angefallen und getotet werden. Ubertragen
direkt oder indirekt viele gefurchtete Krankheiten
auf Mensch und Vieh, z. B. Thyphus, Cholera, Ruhr,
Pest, Tuberkulose, Trichinose, Maul- und Klauenseuche
u. a.
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